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Umweltamt.net

Glossar

30 Fachbegriffe rund um Umweltamt und Umweltrecht.

4. BImSchV

Die Verordnung, die festlegt, welche Anlagenarten eine immissionsschutzrechtliche Genehmigung benötigen.

Altlastenkataster

Ein behördliches Verzeichnis von Grundstücken, bei denen der Verdacht auf schädliche Bodenveränderungen aus früherer Nutzung besteht.

Anzeigepflicht

Die gesetzliche Pflicht, eine geplante Tätigkeit der zuständigen Behörde vor Beginn zu melden, ohne dass zwingend eine Genehmigung…

Artenschutz

Der rechtliche Schutz bestimmter Tier- und Pflanzenarten vor Störung, Verletzung oder Tötung, unabhängig vom jeweiligen Lebensraum.

Baumschutzsatzung

Eine kommunale Verordnung, die den Schutz von Bäumen auf privaten und öffentlichen Grundstücken regelt. Nicht jede Kommune verfügt…

Bezirksamt

In Stadtstaaten wie Berlin die für einen Stadtbezirk zuständige Verwaltungseinheit, die häufig auch Umweltaufgaben wahrnimmt.

Biotopschutz

Der gesetzliche Schutz bestimmter Lebensräume wie Feuchtgebiete, Streuobstwiesen oder Hecken vor Zerstörung oder erheblicher Beeinträchtigung.

Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG)

Das Bundesgesetz, das den Schutz des Bodens vor schädlichen Veränderungen sowie die Sanierung von Altlasten regelt.

Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)

Das zentrale Bundesgesetz zum Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen und ähnliche Vorgänge.

Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG)

Das zentrale Bundesgesetz zum Schutz von Natur und Landschaft, einschließlich Arten- und Biotopschutz.

Emissionen

Von einer Anlage oder Quelle ausgehende Luftverunreinigungen, Geräusche, Erschütterungen oder ähnliche Umwelteinwirkungen.

Ersatzpflanzung

Eine häufige Auflage bei erteilter Fällgenehmigung, bei der anstelle des gefällten Baums ein neuer gepflanzt werden muss.

Fällverbot (Vogelschutzzeit)

Das bundesweite Verbot nach § 39 Bundesnaturschutzgesetz, Bäume und Gehölze zwischen dem 1. März und dem 30. September…

Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)

Die Verordnung, die den sicheren Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gemischen regelt.

Gehölzschutzsatzung

Eine alternative oder ergänzende Bezeichnung für eine kommunale Satzung, die Gehölze und Bäume vor unerlaubter Beseitigung schützt.

Genehmigungspflicht

Die gesetzliche Pflicht, vor Beginn einer Tätigkeit eine behördliche Erlaubnis einzuholen.

Immissionen

Die auf Menschen, Tiere, Pflanzen oder Sachen einwirkenden Umweltbelastungen, die von einer Emissionsquelle ausgehen.

Kreisfreie Stadt

Eine Stadt, die keinem Landkreis angehört und die Aufgaben der unteren Umweltbehörden meist selbst in ihrer Stadtverwaltung wahrnimmt.

Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG)

Das Bundesgesetz, das die Vermeidung, Verwertung und Beseitigung von Abfällen regelt.

Landratsamt

Die Verwaltung eines Landkreises, die für kreisangehörige Gemeinden häufig die untere Umweltbehörde stellt.

Stammumfang

Der Umfang eines Baumstamms, meist gemessen in einem Meter Höhe, anhand dessen viele Baumschutzsatzungen die Genehmigungspflicht einer Fällung…

Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)

Ein Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der Umweltauswirkungen bestimmter größerer Vorhaben, bevor sie genehmigt werden.

Untere Bodenschutzbehörde

Die für Altlasten und Bodenschutz zuständige Verwaltungsstelle, häufig im Umweltamt einer Stadt oder eines Landkreises angesiedelt.

Untere Immissionsschutzbehörde

Die für den anlagenbezogenen Immissionsschutz zuständige Behörde, die Genehmigungen erteilt und Lärm- oder Emissionsbeschwerden bearbeitet.

Untere Naturschutzbehörde

Die unterste Verwaltungsebene im Naturschutzrecht, meist bei der Stadt- oder Kreisverwaltung angesiedelt und zuständig für Genehmigungen und Ausnahmen…

Untere Wasserbehörde

Die für wasserrechtliche Erlaubnisse und Bewilligungen zuständige Verwaltungsstelle auf kommunaler oder Kreisebene.

Wasserhaushaltsgesetz (WHG)

Das Bundesgesetz, das die Bewirtschaftung von Gewässern regelt, einschließlich Erlaubnissen und Bewilligungen für deren Nutzung.

Wasserrechtliche Bewilligung

Ein stärkeres, befristetes Recht zur Gewässerbenutzung, das meist bei größeren wirtschaftlichen Investitionen erteilt wird.

Wasserrechtliche Erlaubnis

Eine widerrufliche Genehmigung zur Benutzung eines Gewässers, etwa zur Wasserentnahme oder Einleitung von Abwasser.

Zuständigkeitsverordnung Umweltschutz (ZustVU)

Eine landesrechtliche Verordnung, die in einzelnen Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen die genaue behördliche Zuständigkeit im Umweltschutz regelt.